Boeck, Erich: Untersuchungen über die musikalische Entwicklung von Unterstufenkindern. - Forschungsarbeit und Diss., Inst. f. Musikwiss. Rostock. Beginn: 1966; abgeschlossen: 1968.
Ziel: Festlegung allgemeiner entwicklungspsychologischer Gesetzmäßigkeiten in der musikalischen Entwicklung der Unterstufenkinder; psychologische Absicherung des Unterrichtsprozesses, Bereitstellung von Material für die Ausbildung von Unterstufenlehrern. Methoden: Im Hauptversuch wurden 483 Kinder untersucht. Jedem Kind wurden 32 Aufgaben gestellt. Erfassung der Umwelteinflüsse mit Hilfe von Fragebogen. Ergebnisse: Das Singen auf steigender Tonfolgen fällt den Kindern leichter als das absteigender. Bei der Improvisation dominiert die Sekundfortschreitung gegenüber der Dreiklangsbewegung. Dreiton-, Dreiklangs- und pentatonische Tonfolgen werden kaum gebildet. Das Tonikalitätsgefühl entwickelt sich nach dem Tonalitätsgefühl. Letzteres kann mit Schuleintritt als ausreichend entwickelt angesehen werden. Die harmonische Hörfähigkeit bildet sich erst während der ersten Schuljahre aus. Zwischen den melodischen und den rhythmischen Leistungen besteht eine positive Korrelation. Verschiedene Umweltbedingungen üben einen positiven Einfluß auf die musikalische Entwicklung aus. Die Mädchen sind den Knaben in der melodischen Entwicklung überlegen. Die rhythmische Leistungsfähigkeit und die Leistungsstreuung lassen keine geschlechtstypischen Unterschiede erkennen.
Personen
- Erich Boeck Autor*in