Bericht 1968

Eintrag F 76

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Diss.
Zum Bericht 1968

Köhler, Klaus: Untersuchungen zur szenischen Kantate für Kinder und Jugendliche in dem Zeitraum von 1945 bis 1966. - Diss., Inst. f. Musikwiss. Greifswald. Beginn: 1966, Abschluß: 1968.

Ziel: 1. Erarbeitung von Gattungsmerkmalen. 2. Auswahl von szenischen Kantaten für die sozialistische Schule nach objektiven Wertkriterien (Analysen). Methoden: Nach Literaturstudium und Einsicht in Partituren, die typische Entwicklungstendenzen des Schulspiels in beiden deutschen Staaten erkennen ließ, und nach Erörterung von Kriterien der pädagogischen Wirksamkeit des musikalischen Schultheaters wurden objektive Wertmaßstäbe für die szenische Kantate gefunden. Ihre Zusammenstellung in einem Untersuchungssystem bildet die Grundlage für die Analyse und Auswahl. Alle greifbaren szenischen Kantaten werden analysiert. Ergebnisse: Für Westdeutschland sind in Bezug auf den ideellen Gehalt der Werke drei sich gegenseitig durchdringende Spieltendenzen im Bereich des Schulspiels typisch: a) formalistische Spieltendenz, b) religiös-mystische Spieltendenz, c) direkt reaktionäre Spieltendenz. Die in der DDR vertretene sozialistische Spielauffassung sieht problemreiche und progressiv gewertete Stoffe als Vorbild. Aus den bereits vorgenommenen Analysen (etwa 30-40 %) ergeben sich bereits Gattungsmerkmale und der Anfang der späteren Gesamtauswahl szenischer Kantaten.

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