Bericht 1968

Eintrag F 102

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Diss.
Zum Bericht 1968

Müller, Helmut: Die gesellschaftlichen Wurzeln des Fortschrittsbegriffes bei Max Reger. - Diss., Inst. f. Musikwiss. Halle. Abschluß: 1968.

Ziel und Ergebnisse: In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts wurde der Begriff des Fortschritts von den vielfältigsten politischen, ökonomischen, gesellschaftlichen, philosophischen und künstlerischen Kräftegruppierungen in Anspruch genommen. Die Untersuchung ordnet diese Strömungen ein und stellt sie in das Verhältnis zum marxistischen Fortschrittsbegriff und damit zur historischen Aufgabe der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung. Max Reger gehört zu den progressiven, humanistischen deutschen Künstlern dieser Zeit des Imperialismus, die nicht einen eng begrenzten fachlichen, avantgardistischen Fortschrittsbegriff kannten. Sein gesellschaftlicher und musikalischer Fortschrittsbegriff stellt eine sich gegenseitig bedingende Einheit dar. Sein kompositorisches Schaffen steht entgegen den bisherigen desorientierenden und verfälschenden Darstellungen im engen Zusammenhang mit dem Kampf verantwortungsbewußter, progressiver Kräfte des deutschen Volkes gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen imperialistische Scheinkultur und Dekadenz, gegen kapitalistischen Kunstbetrieb und Chauvinismus.

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