Bericht 1970

Eintrag 141

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1970

Jung, Hans Rudolf: Telemann und die Mizlerscher "Societät" der musikalischen Wissenschaften. - In: Konferenzbericht der 3. Magdeburger Telemann-Festtage 1967. T. 2. - Magdeburg: Rat d. Stadt 1969. S. 84-97.

Die Absichten der 1738 gegründeten Mizlerschen "Societät" werden dargestellt sowie das kritische Verhältnis einiger zeitgenössischer Musiker (Mattheson, C. H. Graun, Quantz, J. G. Pisendel und Sorge) zu Mizler und der "Societät" unter Verwendung von Zitaten aus z. T. noch unveröffentlichten Briefen dieser Musiker. Telemanns Beziehungen zur "Societät" ergeben sich teilweise aus 5 erhaltenen Briefen Mizlers an den Komponisten. 1739 als 6. Mitglied aufgenommen, trug sich Telemann um 1752 mit dem Gedanken an seinen Austritt. Hauptgrund dafür dürfte die schleppende Behandlung der von Telemann bereits 1743 eingereichten, aber erst 1752 in der "Musicalischen Bibliothek" veröffentlichten Arbeit ("Neues musikalisches System"), an der auch J. A. Scheibe Urheberrechte geltend machte, gewesen sein.Von den Mitgliedern der "Societät" setzte sich nur Sorge vorbehaltlos für diese musiktheoretische Arbeit des Komponisten ein. Ab 1750 sank das Ansehen der "Societät" immer mehr; der erste Teil des 4.Bandes der "Musicalischen Bibliothek" (1754) mit den Nekrologen auf die verstorbenen Mitglieder J. S. Bach, G. H. Stölzel und Bümler wurde zugleich der Schwanengesang für die "Societät".

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