Bericht 1970

Eintrag 247

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1970

Orth, Siegfried: Zur Geschichte der Erfurter Domorgeln. - In: Beiträge zur Musikwissenschaft. 12 (1970), S. 60-68.

Die ersten nachweisbaren Orgeln erhielt der Erfurter Dom schon im Jahre 1225, Eine der bedeutendsten Orgelbauten des späten Mittelalters war das 1483 von Stephan Kaschendorff erbaute Werk, das durch Michael Prätorius eine Würdigung erfuhr. Rund 200 Jahre später baute der aus Schlesien stammende Christoph Junge eine große Orgel, die mit in Thüringen damals kaum bekannten Springladen ausgestattet wurde. Im Jahre 1834 wurde nach Angaben des Berliner Musikdirektors Wilhelm Friedrich Ernst Bach eine neue Orgel aufgestellt, die den Beifall vieler Zeitgenossen fand. Das von der Bonner Orgelbaufirma Johs. Klais 1906 errichtete monströse Werk wurde im zweiten Weltkriege zerstört. Nach der 1963 erfolgten Aufstellung einer Chororgel sind die Pläne zur Aufstellung einer Hauptorgel bis heute noch nicht zu einem endgültigen Abschluß gelangt.

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