Rienäcker, Gerd: Vom Nutzen der Brechtschen Ästhetik für das Opernschaffen. Bemerkungen zu einem Problemkomplex. - In: Theater der Zeit. 26 (1971), 8, S. 36-38.
Es geht um eine versuchsweise Differenzierung und Konkretisierung einzelner theoretischer Äußerungen Brechts hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit im Opernschaffen. Dabei werden Probleme des dramaturgischen Kontrapunkts und seiner Funktion (Figurenkritik und Figurenvervielfältigung], des sozialen Gestus in seiner musikalischen Konkretisierung, der Verfremdung und ihrer Funktion (Ausweitung des Verfremdungsbegriffes zum. Begriff des Ungewöhnlich-Machens), des von Brecht sehr hochgeschätzten artifiziellen Aspekts, schließlich das Problem der "Misuk" .ansatzweise behandelt. Wesentlicher Ansatzpunkt für eine Opernästhetik bilden nicht so sehr Brechts frühere Schriften, etwa die "Anmerkungen zur Oper", sondern sein Spätwerk, die "Katzgraben-Notate" und vor allem seine eigenen Werke sowie die von ihm geschriebenen Opernlibretti bzw. die unter seiner Mitarbeit entstandenen Opern.
Personen
- Gerd Rienäcker Autor*in