Schenk, Paul: Die harmonische Struktur in den Werken J. S. Bachs. - Artikel, Ms. 29 S.
Bachs musikalische Persönlichkeit ist universal. In der großen Epoche zwischen 1600 und 1900 nimmt Bach in Beziehung zu sämtlichen Formungselementen einmalige Mittlerstellung ein. Linearität und Harmonik halten sich die Waage. Er hat alles Alte noch, alles Neue schon. Er ist von starken Retrospektivkräften getragen und damit vergangenheitsgebunden. Zugleich ist er in jeder Beziehung zukunftsweisend. In seiner Palette ist er aber nicht primär Kontrapunktiker. Als Kind seiner Zeit ist seine Musik rein harmonisch empfunden. Bach ist nicht primär linear, sondern akkordisch denkend. In einer Geschichte der Harmonik müßte er einen besonderen Platz einnehmen.
Personen
- Paul Schenk Autor*in