Schramowski, Herbert: Verborgene Improvisationen. - Berlin, Staatl. Komitee f. Rundfunk, Radio DDR II, Rundfunksendung vom 17. 10. 1973. Ms. ungedr.
An Hand von Schaffensdokumenten und klingenden Beispielen werden improvisatorische Einflüsse im Schaffen zahlreicher Komponisten - von Bach bis zur Gegenwart - aufgezeigt. Im Vordergrund der Betrachtung stehen drei charakteristische improvisatorische Einflußarten: 1. Momentane Ideenfindung und damit bewußte Bereitstellung musikalischen Gedankengutes (Motive, Themen und dergl.) vor der eigentlichen kompositorischen Arbeit. 2. Latente Einflüsse, d. h. Verwertung vereinzelter musikalischer Gedanken aus zeitlich weit zurückliegenden Improvisationen (entweder skizziert oder im Langzeitgedächtnis gespeichert), ferner unterbewußte Anregungen, resultierend aus langjähriger Improvisationspraxis. 3. Nachträgliche Aufzeichnung ganzer Improvisationen oder längerer Teile daraus (relativ ganzheitlicher, nicht totaler Improvisationseinfluß).
Personen
- Herbert Schramowski Autor*in