Bericht 1966

Eintrag F 27

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Forschungsarbeit
Zum Bericht 1966

Schmidt, Carl: Strukturen des musikalischen Kunstwerkes aus dem Hörerlebnis und Höranalysen von Kunstwerken nach Sinn und Form. - Forschungsarbeit am Inst. f. Musikwiss. Jena, 1966 ff.

1. Ziel: Grundlagendforschung zum Verständnis des musikalischen Kunstwerkes und der Zusammenhänge von musikalischen Werkstrukturen und menschlichen Verhaltensweisen. 2. Methoden: Analysen und Reflexionen. 3. Ergebnisse: Als wichtigste Voraussetzung für das Musikverständnis erweist sich das Hörerleben. Komplexes Hörerleben ist in allen Komponenten, dem Zeit-, Raum- und Klangerleben und seinen physischen, auditiven, synästhetischen, kinästhetischen, emotionalen und symbolischen Erscheinungen zu begreifen, wobei eine Anpassung an allgemein-menschliche Verhaltensweisen geschieht. Wesentlich ist auch die Bewegungsvorstellung als tonzeitlicher oder tonräumlicher Prozeß. Historisch betrachtet waren Kollektiverlebnisse entscheidend für die Bildung uniformer Verhaltensweisen und musikalische Werkstrukturen entsprechen ebenfalls bestimmten Erlebens- und Verhaltensweisen.

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