Bericht 1974

Eintrag 361

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Artikel1974
Zum Bericht 1974

Traditionslinien. Ein Beitrag zur DDR-Musikgeschichte. (Autorenkollektiv, Red.: Georg Knepler u. Jürgen Mainka.) - In: Beiträge zur Musikwissenschaft. 15 (1974), S. 151-166.

In der Auswahl von drei verschiedenen Komponistengenerationen der DDR, die wesentlich an der Entstehung der sozialistischen Musikkultur und Musiksprache beteiligt sind, wird der Traditionsbezug dargestellt. Die Differenzierung liegt in der unterschiedlichen Aufnahme und Verarbeitung des Musikerbes einerseits und der Fortführung und Selektion progressiver Traditionen des spätbürgerlichen Musikschaffens und ihrer Umwandlung und Verschmelzung in der DDR-Musik andererseits. Anhand einiger Beispiele werden Faktoren benannt, die im dialektischen Lehrer-Schüler-Verhältnis in Verbindung mit der eigenen Stellung des Individuums im Sozialismus für die jungen Komponisten relevant und selektiv zur Ausbildung der eigenen musikalischen Handschrift mit beitrugen. Orientierungs- und Bezugspunkt für die junge Generation ist der werktätige Mensch mit seinem differenzierten Rezeptionsvermögen bzw. seiner Rezeptionserwartung. Von hier aus ist auch das Streben nach einer Synthese von Verständlichkeit der musikalischen Aussage mit künstlerischer Qualität und Emotionalität der musikalischen Sprache zu verstehen.

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