Bericht 1975

Eintrag 233

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Zum Bericht 1975

Pleßke, Hans-Martin: Das Leipziger Musikverlagswesen und seine Beziehungen zu einigen namhaften Komponisten: ein Beitrag zur Geschichte des Musikalienhandels im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. - Leipzig, Diss. A, 1974. - 255 S.

Ausgangspunkt der Betrachtung bildet eine Analyse des Musikverlagswesens in Deutschland, wobei u, a. der Warencharakter der Musik, der Einfluß des kapitalistischen Musiklebens, das Nachdruckunwesen sowie die Wirksamkeit des Vereins der Deutschen Musikalienhändler im Zusammenhang mit der politischen und ökonomischen Situation untersucht werden. Es folgt von 14 Verlagen ein geschichtlicher Abriß. Ihm schließt sich die Würdigung der Beziehungen zu 15 Komponisten an (L. van Beethoven, L. Spohr, C. M, von Weber, H. Marschner, F. Schubert, A. Lortzing, F. Mendelssohn Bartholdy, R. Schumann, F. Chopin, R. Wagner, J. Brahms, E. Grieg, G. Mahler, R. Strauss, H. Pfitzner). Ausgewertet werden auch bisher unveröffentlicht gebliebene Materialien der Verlage Breitkopf & Härtel, C. F. Peters und F. Hofmeister, die sich im Staatsarchiv Leipzig befinden. Die Dissertation ist zugleich ein Beitrag zur Einbeziehung wertvoller humanistischer Zeugnisse des musikalischen Erbes in den Prozeß der planmäßigen und zielbewußten Entfaltung einer sozialistischen Kultur in der DDR.

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