Bericht 1967

Eintrag F 12

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Forschungsarbeit und Diss.
Zum Bericht 1967

Boeck, Erich: Untersuchungen über die musikalische Entwicklung von Unterstufenkindern. - Forschungsarbeit und Diss., Inst. f. Musikwiss. Rostock, 1966 ff.

1. Ziel: Feststellung allgemeiner entwicklungspsychologischer Gesetzmäßigkeiten in der musikalischen Entwicklung der Unterstufenkinder; psychologische Absicherung des Unterrichtsprozesses, Bereitstellung von Material für die Ausbildung von Unterstufenlehrern. 2. Methoden: Im Hauptversuch wurden 483 Kinder untersucht. Jedem Kind wurden 32 Aufgaben gestellt. Erfassung der Umwelteinflüsse mit Hilfe von Fragebogen. 3. Ergebnisse: Das Singen aufsteig. Tonfolgen fällt den Kindern leichter als das absteig. Bei der Improv. dominiert die Sekundfortschreitung gegenüb. d. Dreiklangsbewegung. Dreiton-, Dreiklangs- u. pentaton. Tonfolgen werden kaum gebildet. Das Tonikalitätsgefühl entwickelt sich nach dem Tonalitätsgef. Letzteres kann mit Schuleintritt als ausreichend entwickelt angesehen werden. Die harmon. Hörfähigkeit bildet sich erst während der ersten Schuljahre aus. Zwischen den melod. u. d. rhythm. Leistungen besteht eine posit. Korrelation. Verschiedene Umweltbedingungen üben einen positiven Einfluß auf die musikal. Entwickl. aus. Die Mädchen sind den Knaben i. d. melod. Entwicklg. überlegen. Die rhythm. Leistungsfähigkeit u. d. Leistungsstreuung lassen keine geschlechtstypischen Unterschiede erkennen.

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