Bericht 1967

Eintrag F 107

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Forschungsarbeit
Zum Bericht 1967

Schmidt, Carl: Strukturen des musikalischen Kunstwerkes aus dem Hörerlebnis und Höranalysen von Kunstwerken nach Sinn und Form. - Forschungsarbeit, Inst. f. Musikwiss. Jena, 1966 ff.

1. Ziel: Grundlagenforschung zum Verständnis des musikalischen Kunstwerkes, der Zusammenhänge von musikalischen Werkstrukturen und menschlichen Verhaltensweisen, sowie daraus resultierenden formal- und inhaltsästhetischen wie auch erkenntnistheoretischen Problemen. 2. Methoden: Beschreiben und Vergleichen von Hörerlebnissen, Reflexionen über Zusammenhänge mit Bereichen der Musizierpraxis. 3. Ergebnisse: Die bisherigen Ergebnisse, das musikalische Kunstwerk aus Erlebens- und Verhaltensweisen des Menschen (des Künstlers) zu erklären, führten zur Erkenntnis von musikalischen Werkstrukturen, die aus primär-biologischen, affektiven, situations- oder rationalbedingten Gegebenheiten menschlichen Verhaltens entstanden, wobei historisch bezogene Aspekte erst teilweise erkennbar sind. Wesentlich für die Analyse und Beschreibung dieser Strukturen ist die Kenntnis der Analogien zwischen den musiziertechnischen Elementen der Aufführungspraxis, der akustischen Klanggestalt (vom Notentext her) und den inhaltlichen Eigenarten der Erlebensweisen, die sich in den verschiedenen Strukturen widerspiegeln. 'Die simultane Überlagerung verschiedener Strukturarten in unterschiedlichen Schichten der Stimmigkeit gehört zum Wesen einzelner Strukturen.

Personen

Orte