Bericht 1972

Eintrag 29

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1972

Elsner, Jürgen: Zur Beethoven-Rezeption Hanns Eislers. - In: Bericht über den Internationalen Beethoven-Kongreß 10.-12. Dezember 1970 in Berlin. - Berlin: Verlag Neue Musik 1971. S. 165-170.

Eislers Verhältnis zur Klassik, begründet durch eifriges Selbststudium und vertieft durch Schönbergs Unterweisung, zeigt eine gewisse Entwicklung, Ausweitung und auch Widersprüchlichkeit der Aspekte, Ihn interessieren sowohl die gesellschaftliche "konsumtive" Aneignung als auch die schöpferische Integration des Erbes in die neue Kunstproduktion, Über die Begrenztheit der Schönbergschen Klassikvermittlung gelangt Eisler zur Einsicht in die historische Stellung Beethovens und den revolutionären Ideengehalt seiner Werke, Das Proletariat wird als legitimer Erbe proklamiert. Den Phasen des vor allem handwerklich-technischen Studiums der Werke Beethovens und ihrer pauschalen Reklamation folgt eine Phase der partiellen Restriktion, der sich, beginnend mit der Zeit des Exils, eine Phase der produktiven Rezeption des Erbes anschließt, die besonders auch seine letzte Schaffensperiode kennzeichnet.

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