Bericht 1974

Eintrag 220

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1974

Michel, Paul: Ergebnisse musikpsychologischer Forschungen über die Bedeutung der zeitgenössischen Musik für die Musikerziehung im Vorschulalter und jüngeren Schulalter. - In: Musica Viva in Schola. (Konferenzbericht), - Brno: Universita J. E. Purkyné 1973, S. 19-30.

Musikalische Hör- und Erlebnisfähigkeit sind allein Produkt der Entwicklung, die sich in aktiver Auseinandersetzung der Kinder mit Musik, insbesondere im Prozeß der musikalischen Erziehung und Bildung vollzieht. Die Kinder finden den Weg zur zeitgenössischen Musik nicht erst über die Brücke des musikalischen Erbes. Es gibt kein "biogenetisches Prinzip" im Musikhören, wonach den Kindern im Vorschulalter oder frühen Schulalter allein "elementare" oder "frühe Musik der Vergangenheit" zugänglich sei. Die Entwicklung der Hör- und Erlebnisfähigkeit für Musik des Erbes und der Musikerziehung vollzieht sich nicht im zeitlichen Nacheinander, sondern in gleichzeitigem Miteinander. Die musikalische Erziehung muß deshalb von Kleinkind an das Erschließen sowohl des musikalischen Erbes als auch der Gegenwartsmusik ermöglichen. Es gilt, noch mehr anspruchsvollere Musik für diese Altersstufe zu schreiben. Besonders wertvolle Kompositionen für Kinder von Kabalewski und Dessau werden besprochen.

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