Bericht 1967

Eintrag 174

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Ms.
Zum Bericht 1967

Michel, Paul: Akzeleration und Mutation. - Referat, Ms. 14 S.

Nach kurzer Charakterisierung der wichtigsten Wesenszüge der säkularen Akzeleration als physische und psychische Entwicklungsbeschleunigung mit zunehmender Verlängerung der Entwicklungsphasen bei möglicher Asynchronie in einzelnen Bereichen wird an Hand von Forschungsergebnissen nachgewiesen, wie sich die Mutation in die Akzeleration organisch einordnet. Dabei wird im Vergleich mit entsprechenden Forschungen um die Jahrhundertwende die Vorverlegung des Mutationsbeginns um 3 Jahre, des Mutationshöhepunktes um 1 Jahr und des Abschlusses um 2 Jahre nachgewiesen, wobei sich die Streubreite gegenüber 1900 (12. bis 20. Lebensjahr) heute erweitert hat (9. bis 18. Lebensjahr). Die Veränderungen im Stimmumfang bei Vorschulkindern und Schulanfängern ("Tiefsinger") werden ebenfalls als akzelerationsbedingt nachgewiesen. Schließlich werden Schlußfolgerungen für die schulische Stimmbildung vor, während und nach der Mutation und für die Ausbildung im Sologesang gezogen.

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